Die sieben Sakramente

1. Taufe

Es ist der Wille Gottes, dass alle Menschen gerettet werden. Durch die Taufe werden die Menschen mit Christus verbunden, so wie die Glieder eines Leibes mit dem Haupt. Durch die Taufe entsteht Kirche als der Leib Christi. Die Christen aller großen Konfessionen erkennen die Taufe gegenseitig an.
In unserer Gemeinde wird in allen Kirchen dieses Sakrament gefeiert. Es gibt bestimmte Taufsonntage. Aber nach Vereinbarung können Taufen auch an anderen Terminen gefeiert werden. Die meisten Taufen in unserer Gemeinde sind Kindertaufen. Voraussetzung dafür ist, dass die Eltern und Paten bereit sind, die Kinder in christlichen Glauben zu erziehen.
Bisweilen wird auch Erwachsenen dieses Sakrament gespendet. Hier werden die Katechumenen – so heißen die Taufbewerber - auf dieses Sakrament vorbereitet. Bei Erwachsenen geschieht die Taufe immer in Verbindung mit der Firmung.
Spender der Taufe in unserer Gemeinde sind die Priester und der Diakon. In Lebensgefahr ist jedoch jede/r berechtigt, dieses Sakrament zu spenden.

2. Das Sakrament der Versöhnung / Beichte

In unserer Gemeinde ist die Beichte immer samstags von 17- 18 Uhr in Hofen möglich. Der Priester darf im Auftrag Jesu die Vergebung der Sünden zusprechen. Vor der Firmung und der Erstkommunion besteht außerdem die Möglichkeit eines Beichtgespräches. Aber auch nach persönlicher Vereinbarung.

3. Die Heilige Messe

Sie ist die Feier, in der der Leib und das Blut Christi unter den Zeichen von Brot und Wein gespendet werden. Dieser Feier stehen die Priester der Gemeinde vor. Auch die pensionierten Priester helfen da bei uns mit - ihnen sei Dank! Die Kinder – in der Regel in der dritten Klasse – werden eigens dazu vorbereitet. In der Feier der Erstkommunion wird dies festlich begangen. In unserer Gesamtkirchengemeinde bestehen sehr viele Möglichkeiten, da sowohl in den Kirchen als auch in den Pflegeheimen dieses Sakrament gefeiert wird. Katholiken sind dazu verpflichtet, jeden Sonntag die Messe zu besuchen. Wer selbst nicht mehr zur Kirche gehen kann, kann sich in den Pfarrbüros melden, wenn er oder sie den Leib des Herrn zuhause empfangen will. Diese Krankenkommunion wird auch durch ehrenamtliche Helfer und Helferinnen gespendet.

4. Die Firmung

Dieses Sakrament wird jungen Menschen - in der Regel in der achten oder neunten Klasse - gespendet. Das geschieht nicht durch die Priester der Gemeinde, sondern durch unseren Bischof oder durch Weihbischöfe oder Priester, die dies in seinem Auftrag tun. Alle zwei Jahre wird dieses Sakrament in unserer Gemeinde gespendet. In der Firmung bittet man um die Kraft und den Beistand des Heiligen Geistes. Daher kommt der Name Firmung, der vom lateinischen Firmare, das heißt bestärken, kommt. In der Katholischen Kirche gelten die Gefirmten als erwachsene und mündige Glieder der Gemeinde, da die Jugendlichen in der Firmliturgie sich zu Christus bekennen. Neben dieser Form gibt es die Feier der Firmung im Rahmen eines Übertrittes eines evangelischen oder freikirchlichen Christen in unsere Gemeinde. Diese Firmung als volle Aufnahme in die Gemeinde spendet der Priester hier im Auftrag unseres Bischofs. Er muss zuvor über den Wunsch und die Motive des Konvertiten informiert werden und zustimmen.

5. Die Ehe

Das Ehesakrament wird bei uns sehr gerne in Hofen gefeiert, aber auch in den übrigen Kirchen wird dies - meistens am Samstag - begangen.  Jeder unverheiratete  Katholik/in hat das Recht dazu. Meistens erfolgt die Anmeldung zur Hochzeit über das Pfarrbüro.  Im Gespräch mit den Priestern oder dem Diakon wird das Brautpaar über die Ehe im christlichen Sinn informiert und das Fest vorbereitet. Es gibt darüber hinaus Ehevorbereitungskurse der Diözese und des Dekanates.

6. Die Krankensalbung

Da in unserer Gesamtkirchengemeinde alleine schon drei Pflegeheime sind, wird dieses Sakrament dort regelmäßig gefeiert. Menschen, die krank oder gebrechlich sind, dürfen dies erbitten oder Angehörige, wenn der Empfänger nicht mehr in der Lage ist, es selbst zu erbitten. Auch hier geschieht dies meistens durch eine Anfrage und Terminvereinbarung durch die Pfarrbüros. Der Priester spendet die Krankensalbung dann daheim oder im Rahmen einer Eucharistiefeier. Gott wird hier um Heilung und Kraft gebeten - und dies wird dem/der Kranken im Auftag Christi zugesagt.

7. Die Priesterweihe

Priester und Diakone werden vom Bischof für ihr Amt geweiht. Einige werden als Pfarrer in den Gemeinden eingesetzt. So versehen in unserer Gesamtkirchengemeinde zwei aktive Priester und ein Diakon im Nebenberuf dieses Amt. Es gibt sehr viel weniger Priester als es früher gegeben hat. So sind auch wir eingeladen, für Berufungen zum Priester zu beten.