Indikator

Ein Indikator bedeutet einen Hinweis auf einen Sachverhalt. So kann man von einem Indikator auf etwas anderes schließen. Im Monat Mai zum Beispiel von einer blühenden Blumenwiese auf einen guten Duft.

Was ist aber ein Indikator dafür, dass wir im Geruch der Heiligkeit stehen?

In seiner neuesten Enzyklika „Freut Euch und jubelt“ nennt unser Heiliger Vater, Papst Franziskus, gleich mehrere Indikatoren für die Heiligkeit.

Ein sicherer Indikator der Heiligkeit ist für ihn, wenn wir Demütigungen gelassen, ja fröhlich ertragen. Ich muss zugeben - das ist für mich harter Tobak. Denn wer freut sich schon, wenn er gedemütigt wird?

Wie bei fast allen seinen theologischen Gedanken, geht Franziskus auch hier streng christozentrisch vor. Indem er eben nachweist, dass die Demütigung eine Art der Nachfolge Christi ist. Denn wer hat sich so und wer wurde mehr gedemütigt als Christus? Dabei denke ich nicht nur an sein Kreuz, sondern schon an seine Menschwerdung. Was ist das für eine unendliche Fallhöhe, aus dem schönen Himmel sich auf diese Erde zu begeben. Aus der Herrschaft in den Dienst. Aus den Freuden in das Leiden? Das heißt, dass der Christ auf dem Weg der Nachfolge die Demütigung nicht nur als ein bloßes Missgeschick begreift, sondern auch einen Weg, der Christus ähnlich macht. Damit das aber nicht zu einem bloßen Masochismus verkommt, kommen der Einfluss und die Freude des Geistes hinzu. Also ist die Freude darüber, dass man sich blamiert oder blamiert wird ein Indikator für den Heiligen Geist. Die Zeit um Pfingsten ist Geistzeit. Mit Maria sind wir im Abendmahlsaal mit den Jüngern versammelt. Und bitten um den Geist in Fülle.

Und wenn Sie um diesen Geist gebeten haben und dann bei der nächsten Demütigung fröhlich zu sein, dann kann ich nur sagen:

Herzlichen Glückwunsch - dufte wie eine blühende Wiese strömen da der Geist und die Heiligkeit!

Es grüßt Sie

Ihr Indikatoren suchender

Ludwig- F. Mattes    

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